Die Landkarte der Tasse: wer 2024 den salvadorianischen Kaffee kaufte

Die Landkarte der Tasse: wer 2024 den salvadorianischen Kaffee kaufte

Spezialitätenkaffee

Die Landkarte der Tasse: wer 2024 den salvadorianischen Kaffee kaufte

Im Jahr 2024 exportierte El Salvador Kaffee im Wert von 137,1 Millionen Dollar, rund 10 Millionen weniger als 2023 (−6,8 %). Beim Volumen lag der Rückgang bei 6,3 %: 27,4 Millionen Kilo gegenüber 29,2. Der Quintal wurde im Schnitt mit 232,47 Dollar bezahlt, fast gleich wie im Vorjahr. Kalt gelesen wirken die Zahlen wie ein Rückschritt. Mit der Tasse in der Hand beschreiben sie einen Ursprung, der weiterhin anspruchsvolle Ziele wählt.

Die Vereinigten Staaten kauften 59,1 Millionen Dollar. Dahinter folgten Belgien (15,7), Italien (8,6), Saudi-Arabien (7,3) und Japan (6,6). Das ist keine Zufallsliste. Belgien ist Europas Tor für Spezialitätenröster. Italien versteht Espresso. Saudi-Arabien ist in die Szene der Wettbewerbs-Mikrolots eingebrochen. Japan zahlt für Sauberkeit. Der salvadorianische Kaffee kommt überwiegend als Rohkaffee (90,9 % im Erntejahr 2023/24), aber auch geröstet und löslich: es gibt Industrie, nicht nur Rohstoff.

Was diese Landkarte der Entdeckerin sagt

Sie sagt, dass die Bohne aus den sechs Regionen bereits einen Club von Gaumen hat. Ein Bourbon aus Apaneca kann in einem römischen Espresso enden; ein Pacamara aus Metapán in einem Filterkaffee in Antwerpen; ein Honey aus Chalatenango in einem Café in Riad. Die Vielfalt der Ziele ist ein Vorteil: das Land hängt nicht von einem einzigen Geschmack ab.

Der Rückgang 2024 versteht sich besser zusammen mit dem Klima und alten Kaffeepflanzungen. Er tilgt das Prestige nicht. Er lädt ein, besser zu kaufen: weniger generische Container, mehr Lots mit Fincanamen. Wer Café de El Salvador auf diesen Märkten sucht, findet ihn als Ursprung mittlerer bis hoher Qualität positioniert, mit Spitzen der Exzellenz, die die Auktion jeden Juli lehrt.

Die ehrliche Erwartung ist diese: das Volumen kann schwanken; die Nachfrage nach einer differenzierten Tasse ist nicht verschwunden. Im Gegenteil: die Ziele von 2024 zeigen, dass die Welt bereits weiß, wo dieser Vulkan liegt.

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